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Adalbert Probst Preis in diesem Jahr per Post verliehen

Ingrid Wieland am 06.04.2020

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DJK Fürs­ten­eck mit Albert-Probst-Preis geehrt — DJK Diö­ze­san­ver­band wür­digt Brei­te an Akti­vi­tä­ten, sport­li­che Erfol­ge und gesell­schaft­li­ches Enga­ge­mentVon Josef HeislPas­sau Trotz Coro­na“, das Leben geht wei­ter, auch wenn es im öffent­li­chen Raum fast zum Erlie­gen kommt und Sport­ver­an­stal­tun­gen bis auf wei­te­res kei­ne Chan­ce haben. Auch die Dach­or­ga­ni­sa­ti­on des kirch­li­chen DJK Sport­ver­ban­des im Bis­tum Pas­sau, der DJK Diö­ze­san­ver­band arbei­tet wei­ter für sei­ne Ver­ei­ne, das aller­dings vom Büro bzw. von zu Hau­se aus. So wur­den bereits der Dom­lauf mit sei­nen stets über 1300 Teil­neh­mern und der Diö­ze­san­tag abge­sagt. Bei letz­te­rem wird alle Jah­re der Albert-Probst-Preis an vor­bild­li­che Ver­ei­ne verliehen.„Das woll­ten wir uns auch heu­er nicht neh­men las­sen, wird doch dabei die Leis­tung aus dem gesam­ten Jahr 2019 gewür­digt“, erklärt Klaus Moos­bau­er, ehren­amt­li­cher Diö­ze­san­vor­sit­zen­der der DJK. Über den Albert-Probst-Preis und 500 Euro Preis­geld kann sich jetzt die DJK Fürs­ten­eck freu­en. Die Jury des DJK Sport­ver­ban­des hat sich damit für einen Sport­ver­ein ent­schie­den, bei dem Kir­che und Sport gelebt wer­den. Dabei wur­de beson­ders das sport­li­che und gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment gewür­digt. Lei­der konn­te der Preis heu­er nicht per­sön­lich über­ge­ben wer­den, so dass sich die Füh­rung für den Ver­sand der Urkun­de auf dem Post­weg entschied.Der Preis wur­de in Erin­ne­rung an den 1. Reichs­füh­rer der DJK geschaf­fen, den die Nazis am 30. Juni 1934 auf der Flucht“ erschos­sen haben. Probst war ein stand­haf­ter Christ, der sich nicht von der Ideo­lo­gie des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­ein­nah­men ließ. Der Vater eines Soh­nes wur­de eines Tages von der Gehei­men Staats­po­li­zei in sei­ner Woh­nung in Düs­sel­dorf abge­holt und tauch­te nicht wie­der auf. Als sich sein Freund Lud­wig Wol­ker nach dem Ver­bleib erkun­dig­te, hieß es lapi­dar und wie damals so oft, er sei auf der Flucht erschos­sen wor­den. Eini­ge Zeit spä­ter habe dann die Wit­we eine Urne zuge­schickt erhal­ten, in der sich angeb­lich die Asche von Albert Probst befand. Nach dem Krieg, in dem Frau Probst auch noch ihren Sohn ver­lor, zog die gebür­ti­ge Pas­saue­rin nach Neu­haus a. Inn, wo sie ein Haus bau­te und den Rest ihres Lebens verbrachte.„Der Preis soll eine Aus­zeich­nung des DJK Diö­ze­san­ver­ban­des für sport­li­che, fai­re und vor­bild­li­che Leis­tun­gen von Ein­zel­sport­lern bzw. Mann­schaf­ten im Erwach­se­nen­be­reich sein“, erklärt Klaus Moos­bau­er. Die Preis­trä­ger wer­den nach dem Leit­bild der DJK – För­de­rung des Sports, Gemein­schafts­pfle­ge und Ori­en­tie­rung an der Bot­schaft Chris­ti — bewer­tet. Wie auch schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren war die Zahl der ein­ge­gan­ge­nen Anträ­ge mit 21 erfreu­lich hoch. Die Jury bewer­te­te die Anträ­ge nach den Kri­te­ri­en sport­li­ches Enga­ge­ment und die Aus­rich­tung von regio­na­len oder über­re­gio­na­len Ver­an­stal­tun­gen. Eben­so wur­den die akti­ve Mit­ar­beit im DJK Diö­ze­san­ver­band und das sozia­le Enga­ge­ment im gesell­schaft­li­chen und mit­mensch­li­chen Bereich honoriert.Der Adal­bert-Probst-Preis war mit ins­ge­samt 2.000 Euro dotiert. Dabei wer­den 1.000 Euro auf die ers­ten drei Plät­ze auf­ge­teilt und die wei­te­ren 1.000 Euro ver­tei­len sich zu glei­chen Tei­len auf alle übri­gen Anträ­ge, um auch das Enga­ge­ment die­ser Ver­ei­ne zu wür­di­gen. In die­sem Jahr bedeu­tet das für alle Ver­ei­ne, die kei­nen der ers­ten drei Plät­ze errei­chen konn­ten, einen Betrag von 55 Euro.Den 1. Platz und damit 500 Euro erreich­te die DJK Fürs­ten­eck. Sie zeig­te in allen fünf zu bewer­ten­den Berei­chen das meis­te Enga­ge­ment. Her­aus­zu­he­ben ist die Abtei­lung Die Lauf­wöl­fe“, die im sport­li­chen Bereich sehr erfolg­reich war und sich auch im sozia­len Enga­ge­ment inner­halb ihrer Gemein­de aus­zeich­ne­te. Den 2. Platz und damit 300 Euro erreich­te die DJK Sport­freun­de Rei­chen­berg, die in ihrer Abtei­lung Kara­te beson­ders erfolg­rei­che Sport­le­rin­nen und Sport­ler zu ver­zeich­nen hat­te und dar­über hin­aus jedes Jahr eine eige­ne Wall­fahrt ver­an­stal­tet. Platz 3 ging mit 200 Euro an den DJK TC Büch­lberg, der vor allem mit sei­nem inter­na­tio­na­len Roll­stuhl­ten­nis-Tur­nier punktete.„Aber auch alle ande­ren Ver­ei­ne, die 2019 einen Antrag gestellt haben sind erwäh­nens­wert und ver­die­nen einen herz­li­chen Dank“, meint der Diö­ze­san­vor­sit­zen­de. Sie haben sich alle im sport­li­chen, im gesell­schaft­li­chen und in der Unter­stüt­zung unse­res Sport­ver­ban­des aus­ge­zeich­net“, ergänzt Moos­bau­er. Im Ein­zel­nen waren das die DJK Böhm­zwie­sel, der DJK SV Dorf­bach, der FC DJK Sim­bach, die DJK Hasel­bach, der DJK Jugend­för­der­ver­ein Hof­kir­chen, die SV DJK Karls­bach, die DJK SV Kirch­berg v. Wald, die DJK Neßl­bach, die DJK Ein­tracht Patri­ching, DJK SV Peters­kir­chen-Baum­gar­ten, die DJK SV Pleis­kir­chen, der WSV DJK Rast­büchl, die DJK Son­nen, der DJK SSC Straß­kir­chen-Salz­weg, der DJK SV St. Oswald 1927, der DJK TC Grub­weg, der FC DJK Tie­fen­bach und der Vol­ley­ball­club DJK Passau.Foto: : Der Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Klaus Moos­bau­er gra­tu­liert vom Büro aus den Preis­trä­gern. (Foto Heisl)