Siegfried Kapfer führt jetzt die DJK in der Diözese

P. R. am 25.05.2022

IMG 8177 DJK

Führung komplett neu – Peter Schade mit stehendem Applaus verabschiedet - Weltschiedsrichter Dr. Brych gab Einblicke

Von Josef Heisl

Passau/​Hofkirchen Zum Diö­ze­san­tag tra­fen sich die Dele­gier­ten des DJK Diö­ze­san­ver­ban­des (DV) Pas­sau in Hof­kir­chen. Die­ses rang­höchs­te Organ der DJK in der Diö­ze­se Pas­sau hat­te wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, unter ande­rem nach dem Tod von Klaus Moos­bau­er einen neu­en Diö­ze­san­vor­sit­zen­den und sei­ne Füh­rungs­mann­schaft zu wäh­len. Ein­stim­mig ent­schie­den sich die Ver­eins­ver­tre­ter für Sieg­fried Kap­fer (66) von der DJK Ein­tracht Pas­sau. Auch bei den Stell­ver­tre­tern gab es einen Umbruch. Für die nicht mehr Ange­tre­te­nen wur­de über­wie­gend jun­ges Per­so­nal gewählt. Bemer­kens­wert war der Vor­trag von Welt­schieds­rich­ter Dr. Felix Brych, der tie­fe Ein­bli­cke ins pro­fes­sio­nel­le Schieds­rich­ter­da­sein und den Video­re­fe­ree bot. (Dar­über folgt geson­der­ter Bericht.)

Wie bei der DJK, einem kirch­li­chen Sport­ver­band üblich, begann der Tag mit einem Got­tes­dienst in der Hof­kirch­ner Pfarr­kir­che Maria Him­mel­fahrt. Geist­li­cher Bei­rat Dom­ka­pi­tu­lar em. Dr. Johann Wagen­ham­mer, der von sei­nem Stell­ver­tre­ter und desi­gnier­tem Nach­fol­ger Josef Mader als Kon­ze­le­brant unter­stützt wur­de, ging in sei­ner Pre­digt auf die der­zei­ti­gen gro­ßen Ver­un­si­che­run­gen wie die Pan­de­mie, den irr­sin­ni­gen Krieg in der Ukrai­ne und dem Kli­ma­wan­del ein. Hab­sucht und Eigen­sinn wür­den die Natur über­for­dern und sie zer­stö­ren. Frie­den sei nicht nur Nicht­krieg und Waf­fen­still­stand. Frie­den wach­se im lie­bend geleb­ten Mit- und Für­ein­an­der und dem grund­sätz­li­chen Ver­trau­en. Das mache auch die DJK inter­es­sant, die eine Gemein­schaft sei, die Sport als Spiel betreibe. 

Im Gast­hof zur Post“ begrüß­te anschlie­ßend der kom­mis­sa­ri­sche Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Peter Scha­de ins­be­son­de­re Vize­land­rä­tin Ros­wi­tha Toso, Pfar­rer Gott­hard Weiß, Bür­ger­meis­ter Josef Kuf­ner, den BLSV-Vize Wal­ter Knol­ler, die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des DJK Lan­des­ver­ban­des Bay­ern Gabi Nafz sowie die Dele­gier­ten aus den 76 DJK Ver­ei­nen im Bis­tum. In ihrem Gruß­wort nann­te Ros­wi­tha Toso die DJK eine Zier­de des Sports und ein Aus­hän­ge­schild. Die­ser Sport­ver­band sei ver­wur­zelt in der christ­li­chen Tra­di­ti­on unse­rer Hei­mat. Sport sei ein guter Bot­schaf­ter des Glau­bens. Die Son­der­sei­ten der DJK im Bis­tums­blatt sei­en für sie stets von gro­ßem Inter­es­se. DJK sei also wirk­lich mehr als nur Sport. Bür­ger­meis­ter Josef Kuf­ner zeig­te sei­ne Freu­de dar­über, dass die­ser gro­ße Sport­ver­band schon zum zwei­ten Mal in sei­ner Gemein­de die­se wich­ti­ge Ver­samm­lung abhalte. 

Für den BLSV über­brach­te die Grü­ße Kreis-Vize Wal­ter Knol­ler. Es herr­sche der­zeit ein gro­ßes Bedürf­nis wie­der zusam­men­kom­men zu kön­nen. Der Sport­be­trieb habe vor allem den Kin­dern und Jugend­li­chen gefehlt. Die DJK sei die zwei­te gro­ße Fami­lie des Sports in Bay­ern, lob­te Knol­ler. Ohne die Bei­den, BLSV und DJK gäbe es kei­nen orga­ni­sier­ten Sport in Bay­ern. Gabi Nafz vom DJK Lan­des­ver­band stell­te die aus­ge­zeich­ne­te Zusam­men­ar­beit zwi­schen Diö­ze­san­ver­band und Lan­des­ver­band der DJK in den Vor­der­grund. In Pas­sau wer­de erfolg­rei­che Arbeit geleis­tet, was man auch an dem Mit­glie­der­zu­wachs erse­hen kön­ne. Nafz kri­ti­sier­te die Fehl­ent­wick­lun­gen im orga­ni­sier­ten Sport auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne, sowie den Umgang von füh­ren­den Per­so­nen unter­ein­an­der. Da kön­ne man stolz sein, dass das Leit­bild der DJK in den Ver­ei­nen erhal­ten bleibe. 

Wir von der DJK schau­en nach vor­ne und ent­wi­ckeln uns auch nach vor­ne“, stell­te Nafz her­aus. Es sei bei­spiels­wei­se gelun­gen, in Augs­burg eine eige­ne Lan­des­ge­schäfts­stel­le ein­zu­rich­ten. Damit kön­ne man die Diö­ze­san­ge­schäfts­stel­len unter­stüt­zen. Dafür gel­te es Bischof Dr. Ste­phan Oster zu dan­ken, der dabei mit­ge­wirkt habe. Der Sport ste­he vor zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen, wie der Ein­füh­rung der Ganz­tags­schu­le schon ab der Grund­schu­le, der demo­gra­phi­schen Ent­wick­lung und der zuneh­men­den Kon­kur­renz pri­va­ter Anbie­ter. Dazu sei die Bereit­schaft Ehren­amt­li­cher sich zu enga­gie­ren rück­läu­fig. Da sei es gut, dass die DJK Ver­ei­ne qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ange­bo­te bie­ten. Es gel­te auch klar Stel­lung zu bezie­hen. DJK ver­ste­he den Sport um des Men­schen wil­len nicht um des Kom­mer­zes. Die christ­li­che Wer­te­ori­en­tie­rung sei ein Allein­stel­lungs­merk­mal für die DJK. Der Sport­ver­band sei eine Brü­cke zwi­schen Sport und Kir­che, wobei Kir­che einen Mehr­wert darstelle.

Seit 2017 habe sich viel ver­än­dert, stell­te Peter Scha­de in sei­nem Tätig­keits­be­richt fest. Der Tod von Klaus Moos­bau­er habe eine gro­ße Lücke auf­ge­tan. Posi­tiv sei der gegen­läu­fi­ge Trend zum Mit­glie­der­schwund bei ande­ren Ver­ei­ni­gun­gen. Der DJK DV Pas­sau habe von 2021 auf 2022 einen erfreu­li­chen Mit­glie­der­zu­wachs von 33 945 auf 34 048 zu ver­zeich­nen. Das ist euer Ver­dienst“, mach­te er in Rich­tung Ver­eins­ver­tre­ter deut­lich. Der DJK DV sehe sich als Dienst­leis­ter, der aktu­el­le The­men erör­te­re, bei­spiels­wei­se bei den On Tour-Ver­an­stal­tun­gen. Er unter­stüt­ze bei der Übungs­lei­ter­aus­bil­dung und durch den Albert Probst Preis auch bei der Jugendarbeit. 

Sport ist der wich­tigs­te Teil unse­rer Arbeit“, stell­te Scha­de fest und nann­te eini­ge Diö­ze­san­meis­ter­schaf­ten wie bei­spiels­weis Ski und Stock­schie­ßen. Lei­der habe die größ­te Ver­an­stal­tung, der Dom­lauf, jetzt schon zwei­mal wegen der Pan­de­mie abge­sagt wer­den müs­sen. Als Ersatz wer­de es heu­er am 22. Okto­ber einen Cross­lauf geben. 

Den Finanz­be­richt erstat­te­te Klaus Lorenz, dem die Kas­sen­prü­fer Franz Var­ga und Johann Ranz­in­ger eine aus­ge­zeich­ne­te Arbeit beschei­nig­ten, was zur ein­stim­mi­gen Ent­las­tung führ­te. Unter der Lei­tung von Gabi Nafz wur­den anschlie­ßend die Neu­wah­len durch­ge­führt. Alle Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten wur­den per Akkla­ma­ti­on ein­stim­mig gewählt. Durch den Rück­zug von Peter Scha­de, Lui­se Rei­ter und Hans Weber als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de und den Tod von Klaus Moos­bau­er, muss­ten der Vor­sit­zen­de und alle Stell­ver­tre­ter neu bestimmt wer­den. Auch über die neu gefass­te Sat­zung für DJK Ver­ei­ne wur­de nach Vor­stel­lung durch Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer Phil­ipp Roos abge­stimmt. Sie wur­de ein­stim­mig bestätigt. 

Geehrt wur­den wegen beson­de­rer Ver­diens­te Lui­se Rei­ter, Peter Scha­de, Fritz Sei­bold, Anton Kur­bat­fin­ski und Klaus Lorenz.

Neu­wah­len

Diö­ze­san­vor­sit­zen­der

Sieg­fried Kapfer

Stell­ver­tre­ter Patrick But­tin­ger, Alfons Zell­ner, Eli­sa­beth Wolf und Johan­nes Asen­bau­er, Frau­en­war­tin Tama­ra Sigl, Schatz­meis­te­rin Clau­dia Ska­tul­la, Sport­wart Josef Schlei­cher, Kas­sen­prü­fer Franz Var­ga und Klaus Lorenz, 

Fach­war­te

Fuß­ball Chris­ti­an Krieg und Chris­toph Eder, Win­ter­sport Max Rei­ter, Leicht­ath­le­tik Sieg­fried Kap­fer, Kegeln Hein­rich Schach­erl, Ten­nis Mar­tin Ska­tul­la, Sport­ju­gend Flo­ri­an Schenk, Pres­se­wart Josef Heisl.

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