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Der neue Mannschaftskapitän der DJK

P. R. am 27.07.2022

SK Oberhaus 2

Kontinuität und Fortschritt: Der neue DJK-Diözesanvorsitzende Siegfried Kapfer möchte Gutes bewahren und Neues wagen. Am Herzen liegt ihm die bestmögliche Unterstützung der 76 Mitgliedsvereine. Als eine Art "Sofortprogramm" ist der Neuaufbau der Sportjugend zu sehen. Auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit der Kirche hat der 66-jährige Passauer klare Vorstellungen.

Herr Kap­fer, Sie bli­cken auf eine lan­ge Lauf­bahn im DJK-Diö­ze­san­ver­band zurück. Seit wann sind Sie eigent­lich Teil des Teams? 

Ich enga­gie­re mich seit 1999 im DJK-Diö­ze­san­ver­band Pas­sau. Zunächst als Fach­wart All­ge­mein; das war eine Funk­ti­on, die ihre Geburts­stun­de im Zuge des ers­ten Inter­na­tio­na­len Pas­sau­er DJK-Dom­laufs gehabt hat, noch unter dem ehe­ma­li­gen Sport­wart Wal­ter Eder. Um aber das Amt des Fach­war­tes Leicht­ath­le­tik wie­der mit Leben zu erfül­len, haben wir uns von Sei­ten des DJK-Diö­ze­san­ver­ban­des ent­schlos­sen, den Fach­wart All­ge­mein zu den Akten zu legen, die olym­pi­sche Kern­sport­art Leicht­ath­le­tik wie­der mehr in den Blick­punkt zu rücken und seit­dem zeich­ne ich für das Amt des Fach­warts Leicht­ath­le­tik verantwortlich.

Was für ein Vor­sit­zen­der möch­ten Sie sein?

Ich sehe mich als eine Art Mann­schafts­ka­pi­tän des gesam­ten Diö­ze­san­ver­bands, aber auch als Koor­di­na­tor unse­rer diver­sen Akti­vi­tä­ten an der Schnitt­stel­le zwi­schen DJK-Ver­band, unse­ren Ver­ei­nen und der Pas­sau­er Kir­che. Im Diö­ze­san­vor­stand wer­den wir die Ent­schei­dun­gen im Team tref­fen, ange­fan­gen von der Geschäfts­stel­le, über die ein­zel­nen Funk­ti­ons­trä­ger bis zum Geist­li­chen Bei­rat. Ich freue mich jetzt sehr auf die neue und zusätz­li­che Auf­ga­be als DJK-Diözesanvorsitzender. 

Wie steht die DJK im Bis­tum Pas­sau aus ihrer Sicht aktu­ell da? 

Trotz zwei Jah­ren Coro­na, ver­bun­den mit sport­li­chem Still­stand, kön­nen wir sehr zufrie­den sein. Mit über 34.000 Mit­glie­dern in 76 Ver­ei­nen sind wir der größ­te kirch­li­che Diö­ze­san­ver­band und haben ein Fun­da­ment, das über Jahr­zehn­te gewach­sen ist. 

Ziel des DJK-Diö­ze­san­ver­bands muss es wei­ter­hin sein, auf Basis unse­rer Säu­len Sport, Glau­be und Gemein­schaft ver­trau­ens­voll und eng mit unse­ren Ver­ei­nen zusam­men zu arbei­ten und sie als Dienst­leis­ter in unter­schied­lichs­ter Art und Wei­se zu unterstützen. 

Ist also Ihre Devi­se: Wei­ter so“ wie bisher? 

Jein — im Ver­an­stal­tungs­be­reich wer­den wir sicher nichts ver­än­dern, was gut läuft. Ich den­ke hier an den DJK-Dom­lauf, unse­re Diö­ze­san­meis­ter­schaf­ten oder die inter­na­tio­na­le Fami­li­en­sport­wo­che zusam­men mit der Diö­ze­san­s­port­ge­mein­schaft Ober­ös­ter­reich. Wir möch­ten aber auch neue Akzen­te setzen. 

In wel­chen Bereichen?

Prio­ri­tät hat für mich ganz klar der Wie­der­auf­bau der Sport­ju­gend in der Diö­ze­se, denn sie ist unse­re Zukunft. Ins­be­son­de­re, wenn man bedenkt, dass wir hier von 11.000 Mit­glie­dern in unse­rem Ver­band spre­chen! Ers­te Gesprä­che mit vier neu­en Kan­di­da­tin­nen waren sehr viel­ver­spre­chend. Jugend­ar­beit ver­ste­he ich im Übri­gen fach­über­grei­fend, mit einem päd­ago­gisch geschul­ten Team. 

In die­sem Zusam­men­hang beson­ders erfreu­lich für mich und unse­ren DJK-Ver­band, dass Bischof Dr. Ste­fan Oster als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Jugend­kom­mis­si­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz nun Kon­takt­bi­schof für die DJK-Sport­ju­gend ist.

Ein wei­te­res dring­li­ches Auf­ga­ben­feld sind die Kreis­be­auf­trag­ten, die in der DJK als Bin­de­glied zwi­schen Ver­ei­nen und Diö­ze­san­vor­stand fun­gie­re. Hier wäre es wün­schens­wert, wenn wir unse­re Mann­schaft wie­der kom­plet­tie­ren könn­ten. Die Kreis­be­auf­trag­ten hal­ten näm­lich den Kon­takt zu den Ver­ei­nen auf­recht und sie wis­sen, wo der Schuh drückt. 

Wie stel­len Sie sich die künf­ti­ge Zusam­men­ar­beit mit der Kir­che von Pas­sau vor? 

Wir arbei­ten mit dem Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­at eng und gut zusam­men, was unter ande­rem auch die 100-Jahr-Fei­er unse­res Ver­bands gezeigt hat. In der kon­sti­tu­ie­ren­den Vor­stands­sit­zung haben wir bereits fest­ge­legt, dass wir uns mit der Geschäfts­stel­le und unse­ren Ehren­amt­li­chen ver­stärkt im pas­to­ra­len Bereich ein­brin­gen möch­ten. Wir glau­ben, dass wir im Rah­men der Kom­mu­ni­on- und Firm-Vor­be­rei­tung einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten kön­nen, damit unse­re Kin­der und Jugend­li­chen in die christ­li­che Gemein­schaft hineinfinden. 

DJK-Geschäfts­füh­rer Phil­ipp Roos und ich waren vor kur­zem beim Info­abend zur Firm­vor­be­rei­tung im Deka­nat Pas­sau im Pfarr­saal Hack­lberg, durf­ten unse­re Pla­nun­gen vor­stel­len und waren mit der Reso­nanz aus den Rei­hen der Jugend­li­chen sehr zufrieden.

Wir wer­den dar­über hin­aus ver­stärkt die Zusam­men­ar­beit mit den 76 DJK-Ver­ei­nen suchen. Uns deren Sor­gen und Nöte anhö­ren, ver­su­chen die Zusam­men­ar­beit mit den Geist­li­chen Bei­rä­ten zu stär­ken und das Netz­werk Ver­ein, Pfar­rei und Gemein­de zu unter­stüt­zen. Zum Bei­spiel wer­den wir im Sep­tem­ber die DJK-SSC Lacken­häu­ser bei der Durch­füh­rung der bekann­ten Berg­mes­se unterstützen. 

Mein Blick geht aber auch auf unse­re eige­nen Ver­an­stal­tun­gen. Viel­leicht kön­nen wir an der einen oder ande­ren Stel­le etwa mehr spi­ri­tu­el­len Touch hin­ein­brin­gen — aber es muss stim­mig sein und muss zum For­mat pas­sen, so wie unser Feld­got­tes­dienst bei der Fami­li­en­sport­wo­che am Attersee. 

Drau­ßen bei den Ver­ei­nen hört man oft Sät­ze, die begin­nen mit: Wir in der DJK“. Was bedeu­tet es für Sie per­sön­lich, ein DJK­ler zu sein? 

Da ich selbst im Sport­ver­ein groß gewor­den bin und Sport in mei­nem Leben, vor allem auch in der Fami­lie eine Haupt­rol­le gespielt hat und noch spielt, weiß ich aus eige­ner Erfah­rung, dass man ver­lie­ren kann und darf und dass Nie­der­la­gen fürs Leben manch­mal viel wich­ti­ger sind als Siege. 

Zen­tral für mich als DJK­ler ist auch der Umgang mit­ein­an­der. Nie­mand soll links lie­gen gelas­sen wer­den, nur, weil er leis­tungs­schwä­cher ist. Als DJK wol­len wir Wer­te ver­mit­teln, die heu­te in vie­len Berei­chen viel­leicht nicht mehr selbst­ver­ständ­lich sind, und so mit dazu bei­tra­gen, dass unse­re Kin­der und Jugend­li­chen selb­stän­di­ge Per­sön­lich­kei­ten wer­den. Sport ver­mit­telt Wer­te und Sport sozia­li­siert, vor allem ist Sport für alle da: Beim Diö­ze­san­tag haben wir des­we­gen in der Sat­zung ver­an­kert, dass wir die Inklu­si­on im Sport noch mehr vor­an­brin­gen werden. 

Herr Kap­fer, wir dan­ken Ihnen für das Gespräch. 


Hier
gehts zur Vita von Sieg­fried Kapfer. 

Wir arbei­ten mit dem Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­at eng und gut zusam­men, was unter ande­rem auch die 100-Jahr-Fei­er unse­res Ver­bands gezeigt hat.”

Kapfer Roos Klagenfurt DJK

Stipp­vi­si­te bei den FICEP-Games in Kla­gen­furt: DJK-Diö­ze­san­vor­sit­zen­der Sieg­fried Kap­fer (r.) mit dem DJK-Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer Phil­ipp Roos. Die bei­den rah­men Alex­an­dra Tilch (2.v.r.) ein, die auf­grund ihrer Leis­tun­gen beim DJK-Bun­des­sportf­test in Schwa­bach für die FISEC-FICEP-Som­­mer­­spie­­le, die Euro­pa­meis­ter­schaf­ten der kirch­li­chen Sport­ver­bän­de, nomi­niert wur­de. Eben­falls auf dem Bild zu sehen ist die Bun­des­fach­war­tin Leicht­ath­le­tik Isa­bel­le Rhe­ne, die in Kla­gen­furt für das deut­sche DJK-Leicht­ath­le­tik-Team ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Bei den FICEP Games neh­men 800 Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus 16 Natio­nen in sie­ben Sport­ar­ten teil. 

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